Endlich ein neues Gebiss für mein Pferd! Teil I

Endlich ein neues Gebiss für mein Pferd! Teil I

Wir freuen uns sehr euch mitteilen zu können, dass nun auch endlich Gebisse in unseren Shop eingezogen sind! Lange haben wir nach den für uns richtigen Gebissen gesucht und haben uns sehr gefreut, als wir auf „Neue Schule“ gestoßen sind. In diesem mehrreihigen Blogartikel wollen wir euch einmal über Grundlegendes zum Thema Gebisse informieren und verraten euch, was das Besondere an diesen Gebissen ist!

Warum ein gutes Gebiss so wichtig ist

Nachdem sich Nasenringe bei den empfindlichen Fluchttieren nicht bewährt haben, fand man 1500 Jahre v. Chr. heraus, dass die Pferde mit Metall auf der Zunge besser arbeiten können. Man konnte mit ihnen kommunizieren und das Pferd wurde zum Reittier und ständigen Begleiter des Menschen.

Mittlerweile weiß man auch, warum sich das Maul gut als Kommunikationsmittel eignet. Das Pferd hat in dem Bereich wo das Gebiss liegt einen sogenannten „Sweet Spot“. Dieser Bereich verträgt den leichten Druck eines Gebisses gut und hat außerdem ein gutes Tastempfinden, welches für die Kommunikation sehr hilfreich ist. Der vordere Teil der Zunge ist für ein Gebiss ungeeignet, da er zu sensibel ist und im hinteren Bereich ist der Tastsinn zu gering. Natürlich kommt noch hilfreich hinzu, dass das Pferd dort keine Zähne hat, wo das Gebiss gegen kommen kann.

Das Gebiss dient also als Kommunikationsmittel zwischen Pferd und Reiter und übernimmt somit eine wichtige Rolle. Damit eine korrekte und feine Kommunikation zustande kommt, muss das Pferd das Gebiss nicht nur akzeptieren, sondern auch mögen/es als angenehm empfinden. Falls es das nicht tut, wird es ihm schwer fallen sich zu konzentrieren und eine harmonische Kommunikation wird nicht möglich sein.

Was bringt das für Anforderungen an die Gebisse mit sich?

Im besten Fall ist das Gebiss so geformt, dass das Pferd es so gut wie gar nicht merkt. Dann ist es ihm möglich sich auf die Signale des Reiters zu konzentrieren. Christina Krajewski vergleicht das gerne mit einem passenden Schuh: auch wir fühlen uns am wohlsten, wenn der Schuh so bequem ist, dass wir ihn kaum merken.

Foto: Engelke, TiHo Hannover

Deswegen vielleicht noch einmal kurz etwas zur Anatomie des Pferdes: wie ihr an dem Foto sehen könnt, hat das Pferd so gut wie keinen Platz zwischen Zunge und Gaumen. Darüber hinaus ist Pferdemaul nicht gleich Pferdemaul, denn es gibt fleischige bis dünne Zungen, enge bis weite Laden und lange bis kurze Maulwinkel. Das macht aus der Gebissanpassung einen individuellen Prozess. Hinzu kommen dann natürlich noch die persönlichen Vorlieben des Pferdes.

Dem Reiter stehen dann eine Vielzahl von Gebissen zur Auswahl, bei denen er zwischen verschiedenen Mundstücken, Ringformen und Materialien wählen muss.

Es gibt sogar schon Studien über die richtige Gebissform, die wir euch in den nächsten Teilen einmal genauer darstellen werden. Nur so viel kann schon mal gesagt werden: die TiHo Hannover betont ausdrücklich wie wichtig es ist, dass Gebiss jedem Pferd individuell anzupassen und dass neben der Breite vor allem die Dicke des Gebisses für ein angenehmes Gefühl entscheidend ist und das Verletzungsrisiko verringert.

Warum Neue Schule Gebisse?

2019 waren Helle und Maresa auf dem Seminar „Horses Inside Out“ in England und haben dort Heather Hyde, die Gründerin von Neue Schule getroffen. Sie hat uns ihre Philosophie nähergebracht und ab da wussten wir, dass die Neue Schule Gebisse perfekt zu uns passen.

Heather ist in England schon lange eine Koryphäe in der Gebissentwicklung und Anpassung und hat sich mit der Gründung von Neue Schule einen Traum erfüllt.

Ihr Ziel ist es Gebisse zu entwickeln, die eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Reiter und Pferd ermöglichen. Dabei steht an aller erster Stelle das Pferd. Heather hat früh erkannt, dass es viele verschiedene Pferdetypen gibt und dass daher eine individuelle Gebissanpassung unerlässlich ist. So hat sie viel Wert auf die Form, aber auch auf das Material gelegt. Form und Material müssen sich dem Pferd perfekt anpassen, damit sie nicht als störend empfunden werden.

Neue Schule Gebisse

Um die Gebisse verkaufen zu dürfen, haben wir an mehreren Seminaren teilgenommen in denen uns die Modelle erläutert wurden und wir sie in der Praxis testen durften. Seit Juli sind wir nun soweit und bieten euch neben dem Verkauf auch eine Gebissberatung an.

In dieser mehrteiligen Reihe wollen wir euch einmal durch den Gebissdschungel führen und euch bei der Gebisswahl zur Seite stehen.

Ihr wollt nicht auf die nächsten Teile der Reihe warten und jetzt schon ein Gebiss probieren? Kein Problem! Hier gelangt ihr zur Gebissberatung, in der wir euch eine umfassende Beratung bieten und ihr auch die Möglichkeit habt Gebisse zu testen!

Quellen

Krajewski, Christina. Neue Schule Bits

Engelke, Dr. E. und Gasse, Prof. Dr.H. (2002): Zur Lage unterschiedlicher Trensengebisse im Pferdemaul. Tierärztliche Hochschule Hannover. Pferdeheilkunde 18.

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