Kandaren und Unterlegtrensen von Neue Schule: feine Abstufung, klare Signale und das gute Gefühl, wirklich passend auszuwählen.
Eine Kandare ist kein „schärferes Gebiss“, sondern ein System für mehr Differenzierung. Sie besteht aus zwei Teilen, die zusammenarbeiten: die Unterlegtrense für die feine, direkte Verbindung und die Kandarenstange für zusätzliche Klarheit und feinere halbe Paraden.
Eine Kandare ist sinnvoll, wenn:
das Pferd an der Trense bereits ruhig, konstant und ausbalanciert läuft
die Ausbildung weiter fortgeschritten ist und die Hilfen noch genauer getrennt werden sollen
mehr Klarheit in Übergängen oder in der Versammlung gewünscht wird
eine ruhige, unabhängige Hand vorhanden ist
Mit zwei Zügeln hast du zwei „Kanäle“: Die Unterlegtrense übernimmt den feinen, direkten Kontakt – die Kandarenstange unterstützt bei der Klarheit.
Kandaren von Neue Schule im Überblick
Neue Schule entwickelt seine Kandaren konsequent rund um Komfort und feine Kommunikation. Die Mundstücke bestehen aus Salox Gold – einer warmen, kupferreichen und nickelfreien Legierung, die sich schnell auf Maultemperatur erwärmt und Speichelfluss, Abkauen und Annahme fördert. Ergonomisch geformt und meist mit schlanker Stange, schaffen sie Zungenfreiheit, ohne den Gaumen zu berühren.
So sitzt die Kandare richtig
Lage im Maul: In der Anlehnung sollte die Kandare in einem Winkel von etwa 45° zum Maul stehen. Die Zungenfreiheit liegt weit hinten über dem dickeren, weniger empfindlichen Teil der Zunge und bleibt vom Gaumen frei.
Passgröße: Du wählst die Kandare üblicherweise ½ bis 1 cm kleiner als die Unterlegtrense. Die Seitenteile sollten dicht am Maulwinkel abschließen.
Ringe: Unterlegtrensen gibt es mit 55-mm-Bradoonringen (korrekt für die Doppeltrense) oder mit 70-mm-Trensenringen.
Die Modelle im Vergleich
Modell
Stärke / Anzüge & Lage
Wirkung
Ideal für
Starter
16 mm / 7 cm · liegt weit hinten, gaumenfrei
Mild und ergonomisch, wirkt über dem dickeren, weniger empfindlichen Zungenbereich
Die ideale erste Kandare; fördert entspannte Annahme und Dehnung an die Hand
Slimma
14 mm / 5–7–9 cm · weit hinten, breite flache Zungenbrücke
Gute Aufrichtung ohne Gaumenkontakt, viel Platz für die Unterlegtrense
Sensible Pferde und Pferde mit wenig Platz im Maul
Dressage Warmblood
14 mm / 5–7 cm · Zungenbrücke, gaumenfrei
Großzügige Zungenfreiheit ohne Druck auf den Gaumen
Gegen Zungenfehler; großzungige Rassen wie KWPN oder Hannoveraner
Mors L'Hotte
12 mm / 7 cm · schlanke französische Kandare
Leichtgewichtig und sehr schlank, schafft Platz im Maul
Pferde mit wenig Platz; stark, aber gleichzeitig sensibel
Aachen
16 mm / 7 cm · ergonomisch
Sehr sanfte Einwirkung
Pferde, die über dem Gebiss gehen, verspannt oder hinter der Senkrechten sind; fördert Versammlung
Pacifier
16 mm / 7 cm · wirkt weiter hinten, ca. 45° in der Anlehnung
Senkt die Zunge weiter hinten sanft ab und schafft vorne Raum
Unruhiges, sensibles Maul, Zungenabwehr, wenig Platz
Svelte
ca. 14 mm / 5–7 cm · schlanke Brücke, gaumenfrei
Mehr Trennung zwischen Kandare und Unterlegtrense, unabhängige Zügelhilfen
Extra Aufrichtung und klare Hilfen für fortgeschrittene Lektionen
Thoroughbred
12 mm / 5–7 cm · 45° nach vorne geneigt
Gleichmäßiger Zungendruck bei reduziertem Druck auf die Laden
Dünnhäutige, empfindliche Laden, z. B. bei Vollblütern und Arabern
Transform
12 mm / 9 cm · senkt die Zunge weiter hinten ab
Vergrößert die Atemwege, lässt kaum Raum für Zungenfehler
Unruhiges Maul, „short smile“, Atem- und Schluckprobleme in hoher Aufrichtung
Turtle Tilt
Flache, breite Auflage · sitzt weiter vorne auf der Zunge
Mehr Trennung von Kandare und Unterlegtrense, breite ruhige Auflage
Klare Zügelhilfen und mehr Komfort
Unser Hinweis zur Auswahl
Alle Angaben auf dieser Seite sind Erfahrungswerte. Jedes Pferd ist unterschiedlich – Maulform, Zungenstärke, Gaumen und Ausbildungsstand spielen eine große Rolle. Welche Kandare und welche Unterlegtrense wirklich passen, lässt sich am sichersten im Ausprobieren herausfinden. Wir empfehlen daher unsere Kandarenberatung: Dabei kannst du die verschiedenen Kandaren in Ruhe testen und die richtige Kombination finden. Am Ende zählt, was deinem Pferd guttut – für sein Wohlbefinden und eine korrekte Einwirkung.
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